Hochzeitsspiele
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Hochzeits-Kutsche (Königsspiel) ergänzt von Ursula Trost
Variante 1: Es werden 9 Stühle in Form einer Hochzeitskutsche angeordnet. Anschließend werden 9 Personen ausgewählt, die sich zunächst auf die Stühle setzen dürfen. Den Personen wird jeweils eine Rolle zugeordnet. Dann wird eine Geschichte von dem König und der Königin erzählt. Immer wenn in dieser Geschichte der Rollenname der betreffenden Person genannt wird, muss diese Aufstehen, um den eigenen Stuhl gehen und sich wieder hinsetzen.
Überhört ein Mitspieler seinen Einsatz, muss dieser zur Strafe ein Gläschen trinken.
Vorschlag zur Rollenbesetzung:
König - Bräutigam Königin - Braut Kutscher - Trauzeuge (muss in guter Kondition sein) 2 Vorderräder (aufgeteilt linkes und rechtes V.) - Brauteltern von Ihr 2 Hinterräder (aufgeteilt linkes und rechtes H.) - Brauteltern von Ihm Kutsche (alle Räder) - Brauteltern 2 Pferde - Freunde tiefer, dunkler Wald - das Publikum Stock und Stein - das Publikum
Geschichte:
Es
war einmal vor langer Zeit, da fuhr ein König mit seiner Königin
in einer schönen Kutsche, gelenkt von seinem treuen Kutscher, mit
zwei stolzen Pferden über Stock und Stein durch einen
tiefen,
dunklen Wald. Der König vertraute seinem Kutscher, denn der
Kutscher
hatte die beiden schon immer wieder gesund und munter nach Hause in ihr stolzes Schloss
gebracht. Deswegen hatte auch die Königin an diesem Abend keine
Angst, durch den tiefen, dunklen Wald zu fahren und eventuell von
irgendwelchen Dieben überfallen zu werden.
Variante 2:
Es werden 11 Mitspieler ausgewählt, 11Stühle in Form einer Kutsche aufgestellt und jedem Mitspieler seinen Stuhl und seine Aktivitäten zugewiesen. Wessen "Name" in der Geschichte fällt, steht auf und macht das seiner Rolle entsprechende. Wird die Kutsche genannt, werden alle Mitspieler aktiv. Das Brautpaar darf selbstverständlich immer sitzen bleiben.
Überhört ein Mitspieler seinen Einsatz, muss dieser zur Strafe ein Gläschen trinken.
Vorschlag zur Rollenbesetzung:
Wallach - Trauzeuge (wiehern und mit den Hufen scharren) Stute - Trauzeugin (wiehern und mit den Hufen scharren) Kutscher - Brautvater (mit der Peitsche knallen und Bier trinken) 4 Räder - die 4 besten Freunde (um den eigenen Stuhl laufen) Brautpaar - das Brautpaar natürlich (huldvoll winken, sich küssen, lächeln) 2 Lakaien - Brautmutter und Bräutigamsmutter (Knicks machen und dem Brautpaar Luft zufächeln) Kutsche - alle o.g. Personen (Tätigkeiten siehe oben) Volk - alle anderen Anwesenden ("Hoch, hoch, hoch!" rufen )
Geschichte:
Anno (1998) fuhr am (Musterweg) eine alte Kutsche, die von zwei schmucken, rassigen Pferden, einem Wallach und einer Stute gezogen wurde, vor. Die blank geputzten Räder glänzten in der Sonne, und das vor dem Haus wartende Volk bestaunte die prächtigen Gewänder der Lakaien. Der Kutscher rief "Brrr!". Die Pferde, der Wallach und die Stute, scharrten mit den Hufen und die blank geputzten 4 Räder standen still. Das Brautpaar, der schmucke Bräutigam und die süße Braut, streichelten die Pferde, prüften die 4 Räder und gaben dem Kutscher ein Bier. Die Lakaien begrüßten das Brautpaar, öffneten die Tür der Kutsche und halfen dem Brautpaar in die Kutsche. Die Pferde, der Wallach und die Stute, wieherten, der Kutscher rief "Hühü" und die Pferde zogen die Kutsche mit dem Brautpaar auf den 4 Rädern vom Hof. In den Straßen stand das Volk und jubelte dem Brautpaar, dem Bräutigam und der Braut, in ihrer Kutsche mit den 4 Rädern, mit dem Kutscher auf dem Bock und den Lakaien zu. Die Lakaien warfen Bonbons unter's Volk. Braut und Bräutigam küssten sich und grüßten huldvoll das Volk. Der Kutscher schwang die Peitsche, nahm einen Schluck aus der Pulle und trieb die Pferde, den Wallach und die Stute an, denn Braut und Bräutigam wollten pünktlich am Standesamt sein, wo das Volk schon ungeduldig auf die Kutsche mit dem Brautpaar wartete. Während sich die 4 Räder bei der langen Fahrt emsig drehten, die Pferde, der Wallach und die Stute, wieherten und die Kutsche mit dem Brautpaar vom Volk bejubelt wurde, hatte der Kutscher soviel getrunken, dass er vom Bock der Kutsche fiel. Der Kutscher musste von den Lakaien ins Standesamt getragen werden, während der Bräutigam die Pferde ausspannte, damit die 4 Räder stillstehen, und er der Braut aus der Kutsche helfen konnte. Das Volk bildete jubelnd ein Spalier für das Brautpaar und das Volk sang zusammen mit dem Kutscher und den Lakaien, während die Pferde verschnauften und die 4 Räder stillstanden: "Hoch soll'n sie leben!!!" |
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