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Die Kindheit


Geburtstag hat a mol a jeder,
i hobs net glaubt, jedoch da steht er.

Und no an runden – 60 Johr,
ma glaubts jo net – oba es is wohr.

Wennn i eam so anschau, gonz sche fit,
do kumman jüngere net mit.

Viele Jahre sind vorbei,
wo wir noch Kinder – frank und frei.

Unser Reich war nicht sehr groß,
wir spileten draußen auf dem Hof.

Die Kindheit haben wir dort verbrocht
und wenn i zruckdenk, recht vül glocht.

Wir hobn nix ghobt  uns wor nie fad,
san vül herumgrennt, kaner blad.

Die Spässe haben nie geendet,
egal, wos hobn wir olles do verwendet.

I sig no olle vur mir im Büld,
der ane brav, der ondre wüld.

Doch worn ma olle a Partie,
diese Zeit vergess ich nie.

Vurn Haus wor gonz früher no a Plotz – gonz kahl,
jedoch zum Fussballspülen ideal.

Durt hobn ma vüle Schuach zerrissen,
doch heut möcht ich die Zeit nicht missen.

Hot heut a Kind an Durscht recht groß,
wos sogt die Mutta denn da bloss?

Willst a Cola, Fanta oder a Mineral?,
kriagst olles, wos kost is jo egal.

Des hobn wir olles gor nett kennt,
mir san holt zum Hydranten grennt.

A Geld zum Trinken hots net gebn,
des hobn die Eltern braucht zum Lebn.

Wir hobn trotzdem ghobt a Freid,
es wor ebn a gonz ondre Zeit.

Zum Schluß werd ich noch sentimental
und sog dazua “Es war einmal“.

Könnt stundenlang euch noch erzähln,
doch will ich euch nicht so long quälen.

Jetzt stossen wir an, wir sind noch fit,
i glaub di Feier wird an Hit.

© Willibald Sprinzel

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