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Gedanken zur Weihnacht
Ein Gedicht  von Rolf Robens

Was ist Weihnacht?
Das Fest der Heiligen Nacht?
Eine Stunde in der Kirche sitzen,
die Gans, die muss im Ofen schwitzen,
der Tisch ist auf Weihnacht toll getrimmt,
damit auch ja das Umfeld stimmt.

Die Kinder schauen auf die Uhr,
von Andacht ist da keine Spur,
hoffentlich geht alles klar,
was an Wünschen offen war,
Papa's Weihnachtsgeld war eingeplant,
er hat nichts davon geahnt.

Die Predigt geht an uns vorüber,
Geschenke sind uns allemal viel lieber.
Was interessiert uns „Brot für die Welt?“
Wir haben alles Brot, Wurst und Geld.
Von uns werden sie genug noch kriegen,
wenn wir nächstes Jahr in die „DOMREP“ fliegen.

Die Stunde ist nun langsam um,
der Pastor dreht sich zu uns herum,
er will uns seinen Segen geben,
dafür sollen wir für „Brot für die Welt“ was geben.
Was kümmert uns die dritte Welt,
dafür haben wir kein Geld.

Wir haben schließlich andere Sorgen
und können nicht für Fremde sorgen,
wir lassen die Kollekte an uns vorüber gehen,
vielleicht klappt es im nächsten Jahr, wir werden sehen.
Endlich ist die Kirche aus,
ab in's Auto und nach Haus.

Weihnachten, wie es früher einmal war,
daran zu denken, wie Maria unsern Herrn gebar,
am Weihnachtsbaum ein Lied zu singen,
dem Herrn ein Dankgebet zu bringen?
Früher hatten wir ja Zeit, nur kein Geld,
heute ist es anders rum bestellt.

Wir sollten uns doch wirklich fragen,
gerade an weihnachtlichen Tagen,
ob es so viel besser ist,
wenn man andere vergisst,
Weihnacht ist das Fest der Welt,
für alle Menschen, auch die, in der dritten Welt.

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