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Ein Jahr ist wie ein Wirbelwind
© Hartmut Schmidt, Rieseby

Ein Jahr ist wie ein Wirbelwind,
es kommt und gehet gar geschwind.

Mit Feuerwerk man es begrüßt,
mit reichlich Flüssigkeit versüßt.

Doch ist der Rausch dann abgezogen,
da fühlt man sich auch schon betrogen,

denn unbemerkt, kaum selbst erkannt,
der erste Monat ... weggerannt.

Der zweite folgt, keine Frage,
hat am wenigsten der Tage.

So ist auch er, hat kaum begonnen,
uns durch die Finger schnell verronnen.

Nun kommt die Freude auf die Blüten,
die Monate, wo Vögel brüten.

Doch hat die Arbeit uns im Bann
und erst im Juni sind wir dran,

uns freuen auf die Urlaubstage,
zu ruhen von der Alltagsplage.

Schnell ist sie da, die Ferienzeit,
das Reiseziel ist ziemlich weit.

Doch kaum hat man sich eingewöhnt,
sich mit der Welt ein Stück versöhnt,

da steht der Flieger schon bereit
und künd' vom Ende dieser Zeit.

Vorbei die Tage in der Sonne,
vorbei die Zeit der Urlaubswonne.

Nur Stunden später, Heimathafen,
den Juli somit voll verschlafen.

Am Horizont nun der August,
die Arbeit macht uns nicht viel Lust,

denn ist es noch ein volles Jahr,
bis nächster Urlaub endlich da.

So hadern wir mit unserem Los,
die Sehnsucht ist doch gar zu groß.

Und während wir so in uns träumen,
das Laub fällt langsam von den Bäumen.

Der Herbst ist nah, die Tage dunkel,
in kalten Nächten Sterngefunkel,

das lässt uns ahnen was nicht weit,
wir kommen in die Weihnachtszeit.

Doch weder Ruhe noch Besinnen,
die Tage wieder schnell verrinnen.

Im Gegenteil und kaum zu spüren,
wir jedes Zeitgefühl verlieren.

Und plötzlich können wir es lesen,
November ist auch schon gewesen.
 
Advent, Advent, ein Lichtlein brennt
und wieder mal die Zeit, die rennt.

Am Heiligabend unterm Baume,
zwei Weihnachtstage steh'n im Raume

und dann die Woche noch mal frei,
schon ist das Jahr erneut vorbei.